Ausbildungsstruktur
Die Praxis in der Koordinatenmesstechnik zeigt
klar, dass nicht alle Messtechniker die gleichen Aufgaben haben.
Vielmehr besteht eine hierarchische Aufgaben- und Verantwortungsteilung.
Die Bedarfsanalyse hat gezeigt, dass diese Hierarchie meist dreistufig
ist. Das Curriculum des EUKOM-Ausbildungskonzepts folgt natürlich dieser Struktur, da die Messtechniker für unterschiedliche Aufgaben über unterschiedliches Wissen verfügen müssen.
Das Ausbildungskonzept EUKOM gliedert sich daher in die drei Zielqualifikationen:
Der CMM-User
richtet sich an einfache Bediener von KMG. Diese sollen Standardmessungen
durchführen für die ein entsprechendes Messprogramm mit den Abläufen bereits definiert ist. Ihre Tätigkeit beschränkt
sich darauf, das KMG sowie die Messung vorzubereiten und zu
starten.
Der CMM-Operator
richtet sich an fortgeschrittene Anwender von KMG. Diese sollen
anhand technischer Zeichnungen die Messaufgabe definieren,
eigenständig Messprogramme erstellen und die Messergebnisse unter Berücksichtigung verfälschender Einflüsse auswerten können. Überdies sollen sie KMG und zugehöriges Equipment überwachen können.
Der CMM-Expert
richtet sich an Experten. Diese sollen Messabläufe
für beliebig komplizierte Messaufgaben planen, programmieren, optimieren
und letztendlich die Messunsicherheiten abschätzen können. Darüber
hinaus sollen sie Messungen anderer Anwender sowie deren Qualifikation überwachen
können. Hierfür sollen sie auch Methoden des Qualitätsmanagements
anwenden können.
Für jede Zielqualifikation wurden geeignete Lerninhalte definiert, welche auf die Erfüllung des jeweiligen Tätigkeitsprofils
abgestimmt sind und charakteristische Vorkenntnisse mit einbezieht.
Die Inhalte der Stufen bauen demnach aufeinender auf und erweitern
und vertiefen den entsprechenden Wissensstand der vorhergehenden
Zielqualifikation.